923.014
Liechtensteinisches Landesgesetzblatt
Jahrgang 1955 Nr. 4 ausgegeben am 15. April 1955
Nachtrags-Verordnung
vom 10. Februar 1955
betreffend die Fischereikarten
Die Regierungsverordnung vom 5. Juli 1951, LGBl. 1951 Nr. 12, betreffend die Fischereikarten wird wie folgt abgeändert bzw. ergänzt:
Art. 1
Art. 4 erhält folgenden Wortlaut:
"1) Die Fischereigebühren zur Angelfischerei im Rhein betragen für Inländer (Liechtensteiner und niedergelassene bzw. domizilierte Ausländer):
Karte für 1 - 2 Tage Fr. 2.-
Karte für 1 - 7 Tage Fr. 4.-
Karte für 1 Monat Fr. 6.-
Karte für 6 Monate Fr. 10.-
Karte für 1 Jahr Fr. 18.-
2) Nicht hier wohnhafte Ausländer bezahlen hiezu einen Zuschlag von 50 Prozent.
3) Vorbezeichnete Fischereigebühren werden von der Fürstlichen Regierung, nebst einer Kanzleigebühr von 2 Franken für die Fischereikarte, erhoben.
4) Ist jedoch die Angelfischerei im Rhein verpachtet, erhebt der Pächter die Fischereigebühren; letztere werden bei Ausländern vom Pächter festgelegt. Die Regierung stellt aufgrund einer Fischereibewilligung des Pächters die Fischereikarte unter Kanzleigebühreneinhebung aus.
5) Die Verpachtung der Rheinfischerei wird mittels Vertrag geregelt."
Art. 2
Diese Verordnung tritt mit Rückwirkung auf den 1. Januar 1955 in Kraft.
Vaduz, den 10. Februar 1955

Fürstliche Regierung:

gez. Alexander Frick