| 946.223.8 |
| Liechtensteinisches Landesgesetzblatt |
| Jahrgang 2017 |
Nr. 90 |
ausgegeben am 23. März 2017 |
Verordnung
vom 21. März 2017
betreffend die Abänderung der Verordnung über Massnahmen gegenüber Syrien
Aufgrund von Art. 2 des Gesetzes vom 10. Dezember 2008 über die Durchsetzung internationaler Sanktionen (ISG), LGBl. 2009 Nr. 41, unter Einbezug der aufgrund des Zollvertrages anwendbaren schweizerischen Rechtsvorschriften und gestützt auf die Beschlüsse des Rates der Europäischen Union vom 29. November 2012 (2012/739/GASP), 22. April 2013 (2013/185/GASP), 28. Mai 2014 (2014/309/GASP), 23. Juni 2014 (2014/387/GASP), 22. Juli 2014 (2014/488/GASP), 26. September 2014 (2014/678/GASP), 20. Oktober 2014 (2014/730/GASP), 26. Januar 2015 (2015/117/GASP), 6. März 2015 (2015/383/GASP), 19. Mai 2015 (2015/784/GASP), 28. Mai 2015 (2015/837/GASP), 22. Juni 2015 (2015/973/GASP), 16. Dezember 2015 (2015/2359/GASP), 27. Mai 2016 (2016/850/GASP), 29. September 2016 (2016/1746/GASP), 27. Oktober 2016 (2016/1897/GASP), 14. November 2016 (2016/1985/GASP), 15. November 2016 (2016/2000/GASP) und 6. Dezember 2016 (2016/2144/GASP) verordnet die Regierung:
Abänderung bisherigen Rechts
Die Verordnung vom 12. Juni 2012 über Massnahmen gegenüber Syrien, LGBl. 2012 Nr. 159, in der geltenden Fassung, wird wie folgt abgeändert:
Art. 4 Abs. 3
3) Die Verbote nach den Abs. 1 und 2 gelten nicht für:
a) den Kauf von Erdöl und Erdölprodukten, die vor dem 29. September 2011 aus Syrien ausgeführt wurden;
b) den Kauf und den Transport von Erdölprodukten zur:
1. Erbringung humanitärer Hilfe und Unterstützung der Zivilbevölkerung in Syrien durch öffentliche Stellen sowie Unternehmen und Organisationen, die dafür Beiträge des Landes erhalten;
2. Ausübung der amtlichen Tätigkeiten von diplomatischen und konsularischen Vertretungen.
Art. 11 Abs. 2
2) Es ist verboten, den von der Sperrung betroffenen natürlichen Personen, Unternehmen und Organisationen Gelder zu überweisen oder diesen Gelder und wirtschaftliche Ressourcen sonst wie direkt oder indirekt zur Verfügung zu stellen. Das Verbot gilt nicht für den Kauf und den Transport von Erdölprodukten für Zwecke nach Art. 4 Abs. 3 Bst. b.
Diese Verordnung tritt am Tag nach der Kundmachung in Kraft.
Fürstliche Regierung:
gez. Adrian Hasler
Fürstlicher Regierungschef