784.101.3
Liechtensteinisches Landesgesetzblatt
Jahrgang 2021 Nr. 180 ausgegeben am 28. Mai 2021
Verordnung
vom 25. Mai 2021
betreffend die Abänderung der Verordnung über elektronische Kommunikationsnetze und -dienste
Aufgrund von Art. 30dbis und 76 des Gesetzes vom 17. März 2006 über die elektronische Kommunikation (Kommunikationsgesetz; KomG), LGBl. 2006 Nr. 91, in der geltenden Fassung, verordnet die Regierung:
I.
Abänderung bisherigen Rechts
Die Verordnung vom 3. April 2007 über elektronische Kommunikationsnetze und -dienste (VKND), LGBl. 2007 Nr. 67, in der geltenden Fassung, wird wie folgt abgeändert:
Art. 15a
Endkundenentgelte für regulierte intra-EWR-Kommunikation
1) Endkundenpreise (ohne MwSt.), die Verbrauchern für regulierte intra-EWR-Kommunikation berechnet werden, dürfen höchstens betragen:
a) 0,19 Euro pro Minute für Anrufe; und
b) 0,06 Euro je SMS.
2) Die Umrechnung der maximalen Endkundenpreise in Schweizer Franken ist anhand der durchschnittlichen Referenzwechselkurse festzulegen, die am 15. Januar, 15. Februar und 15. März des jeweiligen Jahres von der Europäischen Zentralbank im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht werden; die so ermittelten Endkundenpreise gelten ab dem 15. Mai desselben Jahres.
II.
Inkrafttreten und Ausserkrafttreten
1) Diese Verordnung tritt am Tag nach der Kundmachung in Kraft.
2) Art. 15a tritt mit Inkrafttreten des Beschlusses des Gemeinsamen EWR-Ausschusses betreffend die Übernahme der Verordnung (EU) 2018/1971 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Dezember 2018 zur Einrichtung des Gremiums europäischer Regulierungsstellen für elektronische Kommunikation (GEREK) und der Agentur zur Unterstützung des GEREK (GEREK-Büro), zur Änderung der Verordnung (EU) 2015/2120 und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1211/2009 ausser Kraft.

Fürstliche Regierung:

gez. Dr. Daniel Risch

Fürstlicher Regierungschef