730.21
Liechtensteinisches Landesgesetzblatt
Jahrgang 2022 Nr. 355 ausgegeben am 2. Dezember 2022
Verordnung
vom 29. November 2022
über die Abänderung der Energieeffizienzverordnung
Aufgrund von Art. 11 Abs. 2, Art. 12 Abs. 3, Art. 13 Abs. 2, Art. 17 Abs. 2a und Art. 36 des Gesetzes vom 24. April 2008 über die Förderung der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien (Energieeffizienzgesetz; EEG), LGBl. 2008 Nr. 116, verordnet die Regierung:
I.
Abänderung bisherigen Rechts
Die Verordnung vom 27. Mai 2008 über die Förderung der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien (Energieeffizienzverordnung; EEV), LGBl. 2008 Nr. 118, in der geltenden Fassung, wird wie folgt abgeändert:
Ingress
Aufgrund von Art. 4 Abs. 7, Art. 6 Abs. 2, Art. 8 Abs. 2, Art. 10 Abs. 4, Art. 11 Abs. 2, Art. 12 Abs. 3, Art. 13 Abs. 2, Art. 15 Abs. 4, Art. 16 Abs. 3, Art. 17 Abs. 2a und 3, Art. 18 Abs. 2, Art. 19 Abs. 2 und Art. 36 des Gesetzes vom 24. April 2008 über die Förderung der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien (Energieeffizienzgesetz; EEG), LGBl. 2008 Nr. 116, in der geltenden Fassung, verordnet die Regierung:
Art. 11b
Photovoltaik-Anlagen
An die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen mit 1 bis höchstens 250 Kilowatt elektrischer Gleichstromleistung werden pro Kilowatt installierter Gleichstromleistung folgende Förderbeiträge ausgerichtet:
a) bei Dachflächen von Neubauten: 500 Franken;
b) bei bestehenden Dachflächen oder dachunabhängigen Anlagen: 650 Franken;
c) bei vertikalen Flächen: 750 Franken.
Art. 12a
Mindestvergütung für KWK-Anlagen
1) Für hocheffiziente, am Nutzwärmebedarf orientierte KWK-Anlagen nach Art. 17 Abs. 2a Bst. b des Gesetzes beträgt die Mindestvergütung pro Kilowattstunde elektrischer Energie:
a) bei mit gasförmigen und flüssigen Brennstoffen aus erneuerbaren Quellen betriebene KWK-Anlagen: 0.20 Franken;
b) bei mit fester Biomasse befeuerten KWK-Anlagen: 0.20 Franken.
2) Wird der Gesamtwirkungsgrad der Anlage nach Art. 8 während eines Jahres nicht eingehalten, erhält der Anlagebetreiber für das Jahr, in dem der Gesamtwirkungsgrad nicht eingehalten wird, nur den marktorientierten Preis nach Art. 17 Abs. 1 des Gesetzes als Vergütung.
Art. 13a
Mindestvergütung für Photovoltaik-Anlagen
Für Photovoltaik-Anlagen von 1 bis höchstens 250 Kilowatt nach Art. 17 Abs. 2a Bst. a des Gesetzes beträgt die Mindestvergütung pro Kilowattstunde elektrischer Energie 0.06 Franken.
II.
Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2023 in Kraft.

Fürstliche Regierung:

gez. Dr. Daniel Risch

Fürstlicher Regierungschef