0.811.119.102.1
Liechtensteinisches Landesgesetzblatt
Jahrgang 1980 Nr. 74 ausgegeben am 6. Dezember 1980
Übereinkommen→
zwischen der Regierung des Fürstentums Liechtenstein und dem Bundesminister für Gesundheit und Umweltschutz der Republik Österreich ←über→ ←die→ ←postpromotionelle→ ←Ausbildung→ liechtensteinischer Ärzte in Österreich
Abgeschlossen in Innsbruck am 31. Oktober 1980
Inkrafttreten: 30. Dezember 1980
Art. 1
1) Personen liechtensteinischer Staatsangehörigkeit sind unter den im Abs. 2 genannten Voraussetzungen berechtigt, sich in Österreich der ←Ausbildung→ zum praktischen Arzt oder zum Facharzt zu unterziehen und, soweit ←dieses→ ←Übereinkommen→ nichts anderes bestimmt, in Ansehung ihrer turnusärztlichen Tätigkeit österreichischen Staatsbürgern gleichgestellt.
2) Voraussetzungen für ←die→ turnusärztliche Tätigkeit liechtensteinischer Staatsangehöriger in Österreich sind ←die→ Eigenberechtigung, das an einer Universität der Republik Österreich erworbene Doktorat der gesamten Heilkunde sowie ←die→ Eintragung in ←die→ Österreichische Ärzteliste. ←Die→ Österreichische Ärztekammer hat für ←die→ in Österreich in ←Ausbildung→ stehenden liechtensteinischen Ärzte eine eigene Kartei im Rahmen der Österreichischen Ärzteliste anzulegen.
3) ←Die→ in Österreich in ←Ausbildung→ stehenden liechtensteinischen Ärzte sind von der Entrichtung von Beiträgen an den Wohlfahrtsfonds der Österreichischen Ärztekammer befreit. Sie sind für ←die→ Wahlen in ←die→ Österreichische Ärztekammer weder aktiv noch passiv wahlberechtigt.
Art. 2
←Die→ Österreichische Ärztekammer hat liechtensteinischen Staatsangehörigen, ←die→ ihre turnusärztliche ←Ausbildung→ in Österreich absolviert und einen entsprechenden Erfolgsausweis gemäss § 2e oder § 2f des Österreichischen Ärztegesetzes vorgelegt haben, ←über→ Ansuchen zu bescheinigen, dass sie eine ←Ausbildung→ absolviert haben, ←die→ österreichische Staatsbürger zur Berufsausübung als praktischer Arzt oder Facharzt in Österreich berechtigt.
Art. 3
←Dieses→ ←Übereinkommen→ tritt 60 Tage nach seiner Unterzeichnung in Kraft und kann jederzeit durch eine der beiden Vertragsparteien gekündigt werden. Im Fall einer Kündigung tritt das ←Übereinkommen→ mit Ablauf des sechsten Monats nach deren Notifizierung ausser Kraft.
Geschehen zu Innsbruck am 31. Oktober 1980 in zwei Urschriften.
Für ←die Regierung
des Fürstentums Liechtenstein:

gez. Hans Brunhart
Der Bundesminister
für Gesundheit und Umweltschutz der Republik Österreich:
gez. Dr. Herbert Salcher